Von Maarten und der Metaphysik der Dinge

Nach all dem hektischen aber kontrollierten Chaos freu ich mich nun den Eintritt in eine mehr oder weniger ausgeprägte Routine zu verkünden. Es gibt jetzt täglich wechselnde Schichtpläne für die Probennahme, so dass jeder alle zwei Tage rausfahren muss, um im Kampf gegen 10cm hohe Wellen, Windgeschwindigkeiten von bis zu 3km/h und teilweise ausgeprägter Sonnenbestrahlung, Proben ins Labor zu transportieren. Da bleibt dann auch mal Zeit über andere Dinge zu berichten.

Zum Beispiel Maarten. Es begab sich, dass uns der Kameramann von Greenpeace auf Schritt und Tritt verfolgte. Ein sehr netter Kerl und im Großen und Ganzen sehr zutraulich. Leider hat uns Greenpeace mittlerweile verlassen. Allerdings haben wir hier im Ort jemanden getroffen, der genau so gerne hier rumhängt und uns auf ähnlicher Weise verfolgt. Ich gebe zu, dass es das ohne Kamera tut und auch nicht bis aufs Boot, aber wir mussten das kleine Rentier einfach nach dem Kameramann benennen.

Tja, und dann gäbe es da noch etwas über die Metaphysik der Dinge zu berichten. Meine Freundin wird an dieser Stelle schon wissen worum es geht, aber ich möchte doch gerne alle an diesem Phänomen teilhaben lassen. Es begab sich, dass ich einem Zeitungsartikel über verschiedene Persönlichkeiten und deren Umgang mit dem „Verlegen von Dingen“ las. Dabei hat mich ein Beitrag sehr fasziniert, denn es scheint sehr die Merkwürdigkeiten, um mich herum zu erklären. Auf den ersten Blick scheint es so, als würde ich ständig meine Mütze verlegen, aber dies scheint natürlich nur so. In Wahrheit handelt es sich hier um die Metaphysik der Dinge: „Die Dinge kommen, die Dinge gehen, dass entscheiden die Dinge“. Daher ist meine Mütze auch gerne mal für mehrere Tage unterwegs und trifft sich zum Beispiel mit dem Funkgerät. Aber, sehr wichtig, treu wie meine Mütze ist, so entscheidet sie sich doch regelmäßig zurück zu kehren.

Jetzt muss ich schon wieder Schluss machen, denn ich habe heute „Eisberg-Verschiebe-Bereitschaft“. Unglücklicherweise hat der Gletscher wie verrückt zu kalben angefangen. Das bedeutet, dass eine Armee von kleinen Eisbergen sich den Weg zu unseren Mesokosmen durchkämpft. Die 24h Eiswache wird uns alarmieren und dann müssen wir, hoffentlich nicht heute Nacht, raus und die Eisberge ein bisschen durch die Gegend schieben.

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