Frei … äh …zeit??

Es begab sich, dass jetzt neulich jemand dieses Wort aussprach. „FREIZEIT“!! Kennt ihr das … jemand sagt was, man versteht es nicht, nickt dann aber immer zustimmend, als wüsste man genau wovon derjenige spricht und später schaut man dann heimlich nach, was es eigentlich zu bedeuten hat?

Hier die Erklärung, die ich gefunden habe:

Freizeit im Sinne von arbeitsfreier Zeit ist der Zeitraum, über den der Einzelne frei verfügen kann und in dem er frei von bindenden Verpflichtungen ist. Diese Zeit steht für die Erholung von den Anstrengungen beruflicher und sonstiger Obliegenheiten zur Verfügung. Sie wird aber nicht nur dafür, sondern auch für vielfältige andere Aktivitäten genutzt. Das Wort geht auf die spätmittelalterlichen Rechtsbegriffe „Freye-zeyt“ und „frey zeit“ zurück und benannte damals die Zeit des „Marktfriedens“.

Ich diskutierte diesen Fachterminus umgehend mit einigen Freunden, so dass wir zu dem Schluss kamen, man müsste es einfach mal ausprobieren. Natürlich waren wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die Konsequenzen bewusst und man kann diese Entscheidung im Nachhinein wohl als jugendlichen Leichtsinn verbuchen. Nichts desto trotz, haben wir am Samstag all unseren Mut zusammengenommen und haben bereits um 19.30Uhr die Arbeit niedergelegt, um diese ominöse „Freizeit“ in Form einer kleinen Hüttentour an uns selbst zu testen.

7 Leute, zwei Boote und merkwürdigerweise 1,5kg rohes Fleisch machten sich also auf den Weg zur gegenüberliegenden Seite des Fjords, um dort ein herrliches Dinner in rustikaler Umgebung zu genießen. Natürlich nicht ohne einen kleinen Umweg in Richtung des nächstgelegenen Gletschers zu unternehmen. Wir waren sehr überrascht als wir die Unmengen an Eis vorfanden, die uns immer noch den Weg zum Gletscher versperrten. Tausende kleiner Eisschollen und Eisberge warfen sich uns in die Bahn. Aber es war ein großer Spaß sich ganz langsam vorwärts zu arbeiten. Schließlich wurden wir dann noch mit einer Bartrobbe belohnt, die friedlich ihre sogenannte „Freizeit“ gemütlich auf einer Scholle verbrachte.

Als wir schließlich komplett durchgefroren die Hütte erreichten, wurde, um zumindest ein klein Wenig Wärme in den Raum zu bringen, als erste Amtshandlung der Bollerofen angeschmissen. Durch unseren mittlerweile extremen Hunger wurden wir umgehend zur zweiten Handlung gezwungen. Verarbeitung der 1,5kg Fleisch. Wirklich lustig. In der Küche sagte ich wir würden gerne alles für Pasta mitbekommen. Ich bekam 1kg Nudeln, drei Zwiebeln, drei Beutel Soße und 1,5kg rohes Fleisch. Aber es hat köstlich gemundet. Als Nachtisch gab es sogar noch Pfannkuchen mit Erbeermarmelade.

Um halb 1 machten wir uns dann auf den Rückweg. Unglücklicherweise gab es am nächsten Morgen um 6 Uhr gleich einen Eisalarm und um 8.30Uhr begann die tägliche Probennahme.

Wenn es nicht so schön gewesen wäre, hätte man diese komische „Freizeit“ zu diesem Zeitpunkt schon ein bisschen bereuen können. Aber es war einfach zu schön!

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3 Responses

  1. Hallo Sebastian,

    ich wünsche euch noch ganz viele Freizeitausflüge und vergeude nicht deine kostbare Freizeit mit der Suche nach Bedeutungen 😉
    LG
    Sabine

  2. hi sebastian,
    deine kommentare les’ ich echt am liebsten-
    wenn du irgendwann mal ‘n buch ‘rausbringst-
    ich will’s lesen!
    hoffe bei euch ist alles gut und die eisberge lassen euch in ruhe…
    grüsse (an alle) aus dem endlich sonnigen süden von
    ronald

    • Danke für den netten Komentar. Hier oben ist soweit alles im Lot und auch von Eisbergen ist im Moment nichts zu sehen.

      Nur das Wetter könnte ein bisschen sonniger werden. Licht ist hier zwar immer, aber wer es macht, ist noch nicht ganz klar…

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